Schließung der Sparkasse am Hohen Weg reißt weiteres Loch in die Nahversorgung

Kurze Wege und dadurch weniger Verkehr sowie eine Reduzierung der Emissionen, diese Maxime will sich die Stadt Essen aktuell durch die Fortschreibung des Masterplans Einzelhandel auferlegen. Die Realität auf der Margarethenhöhe sieht derweil anders aus. Hier schränkt die Schließung einer weiteren Sparkassenfiliale die Nahversorgung weiter ein. Der SPD-Ortsverein Margarethenhöhe appelliert deshalb eindringlich an die Stadtspitze, den eigens gesetzten Standards nachzukommen und die Filiale zu erhalten. 

„Die für die Bürgerinnen und Bürger der Margarethenhöhe überraschende Schließung der Sparkassenfiliale am Hohen Weg ist ein weiterer Einschnitt in die Nahversorgung unseres Stadtteils, den wir so nicht hinnehmen wollen“, kritisiert Michael Manderscheid, Ortsvereinsvorsitzender der SPD-Margarethenhöhe, die wenig nachhaltige und schlecht kommunizierte Planung des kommunalen Bankinstituts. „Mit großer Bestürzung wurden wir von Anwohnern im Stadtteil über diesen Umstand informiert. Eine Schließung dieses SB-Standortes ist für die Bürgerinnen und Bürger unseres Stadtteils völlig inakzeptabel. Insbesondere Menschen mit eingeschränkter Mobilität, die auf den Vor-Ort-Service angewiesen sind, haben sich an den zusammengestrichenen Service am kleinen Markt der Margarethenhöhe trotz aller Widrigkeiten gewöhnt.“ 

Mögliche Gründe für die Filialschließung, beispielsweise ein Rückgang des Publikumsverkehrs während der Corona-Pandemie oder die Sorge vor Vandalismus, sind aus der Sicht der Stadtteilbewohner nicht ersichtlich. „Deshalb fordern wir von der Sparkasse Essen und ihrem Verwaltungsratsvorsitzenden, Oberbürgermeister Thomas Kufen, eine Abkehr von ihrer Entscheidung und einen Fortbestand der Filiale, um den Menschen im Stadtteil die Erledigung Ihrer Finanzgeschäfte in gebotener Nähe zum Stadtteilzentrum am Marktplatz zu ermöglichen.“

 

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