(vlnr) Daniel Behmenburg, Herbert Schika, Rudi Jelinek, Michael Manderscheid, Simon Grundmann, Klaus Persch, Julia Kahle-Hausmann und Ulrich Gaißmayer.

„Mister TuSEM“ Klaus Schorn

Klaus Schorn (25. September 1934 – 13. Januar 2023), eine herausragende und prägende Persönlichkeit des TuSEM Essen, wurde heute, am 26. Oktober, offiziell geehrt. Im Rahmen einer feierlichen Zeremonie, die in Anwesenheit seiner Ehefrau Ille Schorn sowie zahlreicher Gäste aus den Bereichen Sport, Politik und Gesellschaft stattfand, wurde die Sporthalle auf der Margarethenhöhe in Essen feierlich in “Klaus Schorn Sporthalle” umbenannt.

Über mehr als sechs Jahrzehnte hinweg widmete sich Schorn ehrenamtlich in verschiedenen Funktionen „seinem TuSEM“ und war maßgeblich an den größten Erfolgen der Vereinsgeschichte beteiligt. Als langjähriger Abteilungsleiter, Manager der Bundesliga-Handballmannschaft und später als Ehrenpräsident führte er den Verein an die nationale und internationale Spitze des Handballsports. Unter seiner Leitung feierte der TuSEM bedeutende Erfolge: So errang der Verein drei deutsche Meistertitel in den Jahren 1986, 1987 und 1989, drei DHB-Pokalsiege in den Jahren 1988, 1991 und 1992 sowie drei Europapokalsiege, darunter den Euro-City-Cup im Jahr 1994 und den EHF-Pokal im Jahr 2005.

Mit Schorns Unterstützung gelang dem Verein 1979 der Aufstieg in die 1. Handball-Bundesliga, was den Grundstein für eine erfolgreiche Zukunft legte. In den Folgejahren trug er maßgeblich zur Professionalisierung des Vereins bei, was schließlich in der Gründung der TuSEM Essen Handball GmbH mündete. Diese Gesellschaft leitete er von 2000 bis 2005 als Geschäftsführer und festigte damit die Position des TuSEM im deutschen und europäischen Handball.

Klaus Schorn, liebevoll „Mister TuSEM Essen“ genannt, erarbeitete sich mit seiner visionären Führung und seinem unermüdlichen Einsatz eine hohe Anerkennung und machte den Verein weit über die Landesgrenzen hinaus bekannt. Sein strategischer Weitblick und seine Hingabe formten den TuSEM zu einem sportlichen Aushängeschild der Stadt Essen, das bis heute die deutsche Handballszene nachhaltig prägt.

Für seine herausragenden Verdienste wurde Klaus Schorn vielfach ausgezeichnet. Auf Initiative von Ulrich Gaißmayer und Christian Hülsmann beschlossen der Sportausschuss und die Bezirksvertretung III schließlich die Umbenennung der Sporthalle, um Schorns lebenslanges Engagement für den Essener Sport zu würdigen und sein Erbe für kommende Generationen lebendig zu halten.

Mit tiefer Dankbarkeit blicken wir auf die außergewöhnlichen Leistungen von „Mister TuSEM“ Klaus Schorn zurück, der am 13. Januar 2023 im Alter von 88 Jahren verstorben ist.

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